[Blog-Tour]: „Umdrehungen – Das Leben steht still“ von Sonja Bethke-Jehle.

Wie viel Realität steckt in der Geschichte von Ben und Zita?

Wie viel Realität steckt in der Geschichte von Ben und Zita?

Alle Personen sind frei erfunden, doch ich habe gerade bei Bens Behinderung sehr gut recherchiert und mich informiert. Auch zu Ghana habe ich mir einige Filme angesehen und mir Biographien gekauft. Allerdings sind diesbezüglich weniger Informationen ins Buch geflossen wie ich es ursprünglich geplant hatte.

Haben dich bestimmte Ereignisse aus deinem Leben zu dieser Story inspiriert?

Sicherlich. Wann immer ich etwas erfahre, bei dem ich denke, dass könnte super zu Ben und Zita passen, habe ich mich weiter darüber informiert und es dann manchmal auch eingebaut. In der ersten Version war Ben kein Motorradfahrer, aber ich fand die Erzählungen einer Kollegin so toll. Ich selber fahre kein Motorrad und habe auch kein Interesse daran, aber ich fand, dass Ben und Roland Männer sind, die daran Interesse finden könnten.

Zita möchte Ergotherapeutin werden. Bist du Ergotherapeutin?

Nein, auch das ist einfach frei erfunden. Sie war ursprünglich Krankenschwester, das habe ich aber geändert, weil ich mir irgendwann bewusst geworden ist, dass ich nichts über Nachtschichten schildere. Das hätte ich mit einbauen müssen, sonst werde ich diesem Beruf einfach nicht gerecht. Ich bin auf die Homepage der Bundesaltalt für Arbeit gegangen und habe mich dort ein wenig treiben lassen. Der Beruf fasziniert mich sehr.

Wirst du oft darauf angesprochen, ob das Buch teilweise autobiographisch ist?

Ja, das ist mir schon einige Male passiert. Ich habe aber weder besonders große Ähnlichkeit mit Zita, noch hat mein Mann was mit Ben zu tun. Wir haben auch kein Pärchen als Freunde, die Roland und Helena ähneln. Unsere Familien haben ebenfalls keine Ähnlichkeiten mit den Familien, die im Buch geschildert wurden.

Aber eigene Erfahrungen spielen doch mit rein, oder?

Ich denke, ganz kann man das gar nicht verhindern. Ben und Zita fahren für eine Woche zum Gardasee. Dort war ich auch schon einige Male. Mir war es wohler einen Urlaubsort zu nehmen, den ich bereits bereist war. Solche Kleinigkeiten sind natürlich immer sehr beeinflussbar.

Du hattest jemanden, der dir bezüglich der Querschnittlähmung als Berater zur Seite stand und der ebenfalls im Rollstuhl sitzt. Ist seine Behinderung mit der von Ben identisch?

Sie sind beide querschnittgelähmt und auch die Höhe ist ähnlich, aber Ben erlebt ganz andere Dinge, hat ganz andere Probleme. Das war mir auch sehr wichtig, denn mein Berater hat mir seine Geschichte nicht erzählt, damit ich sie aufschreiben kann, sondern er hat mir aus fachmännischer Sicht geholfen, weil er sich in Bezug auf Querschnittlähmung besser auskennt als ich. Es ist keine Biographie und nichts in Bens Leben ähnelt seinem Leben. Weder der Beruf, noch die Hautfarbe ist identisch, nicht einmal die medizinischen Details. Jede Querschnittlähmung ist anders und wirkt sich anders auf die Umwelt aus. Somit war ich sehr frei darin, was Ben erlebt.

Hast du auch abgesehen von Bens Behinderung aus Recherchegründen mit anderen Menschen gesprochen?

Ich hätte gerne einen Polizisten befragt, habe aber leider im Bekanntenkreis niemanden mit diesem Beruf und auch im Internet keinen Kontakt herstellen können. Ansonsten habe ich mich fast nur im Internet informiert, oder Bücher gekauft und Filme angesehen.

Hast du andere Romane mit dieser Thematik gelesen?

Ja, allerdings erst nachdem ich fertig mit der Rohfassung war, weil ich nicht beeinflusst werden wollte. Es sollte was Neues sein, etwas, das es vorher nicht gegeben hat.

Vielen Dank für das Interview, Sonja! :)

 

 

Gewinnspielablauf:

Es gibt insgesamt jeweils ein E-Book und ein Printexemplar zu dem ersten Teil „Umdrehungen – Das Leben steht still“ und zu dem zweiten Teil „Umdrehungen – Das Leben geht weiter“ zu gewinnen. Bitte schreibt in euren Kommentaren, ob ihr den ersten Teil schon kennt und Interesse an dem zweiten Teil habt oder ob ihr den ersten Teil noch nicht kennt und bevorzugt diesen gewinnen wollt. Außerdem wäre es auch gut zu wissen, ob ihr bei der Verlosung bei den Printbüchern und/oder den E-Books teilnehmen möchtete. Die Chancen erhöhen sich natürlich, wenn ihr in beide Lostöpfe hüpft. Macht einfach auf allen Blogs mit, dadurch erhöht sich eure Gewinnschance nochmal. Mitmachen ist ganz einfach: Besucht unsere Blogs und kommentiert den Blogtourbeitrag in dem Zeitraum der Blogtour und beantwortet dort die Fragen. Je mehr Fragen ihr beantwortet, desto mehr Lose mit euren Namen sind im Loskopf. Hinterlasst sowohl Name als auch eine E-Mailadresse, damit die Autorin euch am Ende im Gewinnfall kontaktieren kann.

Sowohl alle Bloggerinnen als auch die Autorin freuen sich auf eure Teilnahmen, Antworten und Beiträge. Wir stehen für Fragen zur Verfügung.

 

PS.: Wenn ihr euch das Buch selbst zulegen möchtet gibt es das hier.

Die heutige Frage lautet:

Wie wichtig ist euch, dass ein Autor für seine Bücher, recherchiert?

[Lese-Update] 07.01.2016

Da ich noch keinerlei Rückblick auf das zurück liegende Katastrophen-Jahr gegeben habe, möchte ich das heute in meinem Lese-Update mit einbauen. Wie ihr unschwer erkennen könnt habe ich im Jahr 2015 nicht sehr viel gelesen. Teilweise habe ich  zu gelesenen Büchern noch nicht die passenden Rezensionen verfasst, und der Grund liegt, wie könnte es anders sein, in meinen körperlichen Problemen und dem Wetter. Ich habe, wenn man ein Jahr als Abschnitt nimmt niemals zuvor so oft und soviel Migräne gehabt. Dann reihten sich eine ganze Zeit mit Kraftlosigkeit und Traurigkeit ein, und dann war das Jahr wieder schneller um als man gucken konnte. Die noch nicht geschriebenen Rezensionen werde ich natürlich noch einfügen, nach und nach, ohne Druck.

Ich überlege schon länger ob ich hier meine Filme aus dem Kino, die ich geschaut habe mit einbringe, und auch dazu Rezensionen/Kritiken verfasse. Anfang Dezember hatte ich auch die Möglichkeit einen Film vorab zu sehen, und das hat meinen Wunsch eigentlich nur noch konkreter werden lassen, nur weiss ich noch nicht ganz genau wie ich die Idee umsetze. Da viele Filme auch in Buchform vorhanden sind, denke ich das es ganz gut passt, oder was haltet ihr davon? Meinungen sind gern gelesen.

Seit vorgestern habe ich auch endlich mal wieder ein Buch begonnen zu lesen (die ganzen angelesenen Bücher der letzten Zeit unterschlage ich jetzt einfach mal), und es war sogar angenehm zu lesen. Leider kränkel ich seit gestern (ich war zwei Tage hintereinander in der Stadt mit vielen Menschen in Kontakt) schon wieder, was mich echt nervt. Ich wünsche mir nichts mehr als wenigstens diesem „Hobby“ wieder mehr nachgehen zu können, und nicht durch äußere Faktoren ständig gebremst zu werden.

Das aktuelle Buch ist „Die vergessenen Worte“ von Liz Trenow. Ich habe es bei einer Aktion im Obi kurz vor Weihnachten mitgenommen, und der Klappentext hörte sich schon sehr spannend an.

 

Nun bleibt mir nur noch euch ein lesensreiches neues Jahr zu wünschen, und das eure Träume in jeder Hinsicht in Erfüllung gehen. ♥

Liebe Grüße Grüße,
eure Tränenherz. :)

[Rezension] „Ich musste sie kaputt machen“ von Stephan Harbort.

ichmusstesiekaputtmachen

© Ullstein

 

Grundinformationen:

Autor: Stephan Harbort
Titel: Ich musste sie kaputt machen – Anatomie eines Jahrhundert-Mörders
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3548374796
Preis: 9,99 €
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Genre: Biografien
Sprache: deutsch
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11.10.2013
Erstveröffentlichung: 19.02.2004

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[Buchmesse] FBM 2015 Vorbereitung.

Immer wieder im Oktober ist es soweit, jetzt schon das dritte Mal für mich, unglaublich aber wahr.

Dieses Jahr stand die Frankfurter Buchmesse für mich ziemlich auf der Kippe, weil sich im letzten Jahr alles verändert hat in meinem Leben. Ich hab lange hin und her überlegt, und Anfang letzte Woche die harte Entscheidung getroffen, dass ich nicht fahren werde. Das hab ich dann A. erzählt, so nebenbei im Gespräch, und bei der Nachfrage vom dotbooks Programmleiter kam „nee, oder“, und das hab ich ihm halt auch erzählt. A. fragte dann wieviel Geld mir fehlen würde, und das er mir gern helfen würde. „bling bling“ Wie meine Augen da geleuchtet haben kann sich sicher keiner vorstellen. Also geschaut was es noch für bezahlbare Zimmer gibt, und man glaubt es kaum, es gab noch was in der Nähe vom Hauptbahnhof. Ich hab das Zimmer gebucht, und A. hat versprochen das Geld so schnell wie möglich loszuschicken. Es war dann auch schon gleich am nächsten Tag da, und ich dachte, schön das alles soweit glatt geht. Tja, denkste, am Freitag, oder Samstag sah ich dann das mein Hotelzimmer storniert wurde, da meine Kreditkarte abgelaufen ist. Da wir nicht das Geld haben, dass  ich mir kurzfristig eine neue Karte holen kann, hab ich im FB gefragt ob mir jemand seine leihen kann, sie sollte ja eh nur als Sicherheit dienen, und M. war dann wirklich so lieb und hat mir ausgeholfen. So konnte ich das Zimmer nochmal buchen, und es scheint auch geklappt zu haben, denn ein neues Storno kam Gott sei dank nicht.

Meine Reise werde ich dieses Mal mit Flixbus/Meinfernbus machen, hin und zurück. Stefan kommt nicht mit, der bleibt bei den Babies, Auto haben wir ja ohnehin nicht mehr, und so sind die Mäuse versorgt. Ich fahre zwar bestimmt mit Bauchschmerzen, weil ich gern sehe das es allen gut geht, aber es ist ja nur eine Übernachtung, das werde ich schon hinbekommen, und Stefan mit den Babies auch. :) Zur Not gibt es eine Erinnerung, weil er die Zeiten bei den Hunden einfach zu gern vergisst. Die Katzen füttert er jetzt eh oben bei sich, so hat er eine bessere Kontrolle, und die Hunde essen nicht mehr das Futter. Bella hat so auch ganz gut zugenommen, aber Romeo könnte ruhig wieder ein bissl Winterspeck ansetzen.

Das Hotel ist nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt, was ich ziemlich praktisch finde, und auch extra so ausgesucht habe, weil mit meiner Schmerzkrankheit einfach keine langen Strecken möglich sind. Ich werde also Samstag Morgen losfahren, und Sonntag Abend geht es wieder Richtung Heimat. So kann ich wie immer zwei Tage bleiben, und muss mich nicht noch mehr stressen als ich es vermutlich eh schon sein werde.

Ich muss mir nochmal genau anschauen was ich unbedingt sehen will, ansonsten werde ich mich wohl einfach treiben lassen. Ich will keine grossen Verabredungen dieses Jahr, denn für mich ist es eine mega Herausforderung alleine in dieser Menschenmenge zu sein, aber anders ist es auch einfach nicht möglich. Letztes Jahr hat mich die Enttäuschung so runter gerissen, und bei der LBM war es für mich auch heftig, das tut mir nicht gut, also lasse ich es gut sein mit Versprechungen, und Gerede wie toll alles wird. Lieber lasse ich mich überraschen, wenn mir jemand über den Weg läuft oder sich spontan meldet, dann nehme ich das ein oder andere Treffen sicher gern wahr, wenn es nicht passt, dann ist auch gut, aber so mache ich mir nicht unnötige Hoffnungen, und werde dann stehen gelassen. Es machte ja auch keinen Unterschied wie lange die Leute mich kannten, und wie intensiv der Kontakt ist. Oberflächlichkeit habe ich genug in meinem Leben, und im Reallife möchte ich das nicht ausweiten.

Dieses mal hoffe ich auf mehr Bilder als in den letzten Jahren, da ich mich dieses Mal nur auf mich konzentrieren muss, und ganz nach meinem Tempo und meinen Wünschen den Aufenthalt auf der Messe gestalten kann. Meine Tickets für Bus und Messe muss ich noch ausdrucken, Sachen packen, puh und kaum hat mans gesehen ist es schon soweit. Bis dahin werde ich vermutlich immer hibbeliger werden, und hinterher werde ich berichten was es zu sehen gab. 😉

[Lese-Update]: 11.07.2015

Etwas mehr als einen Monat ist mein letzter Eintrag her, und ihr könnt mir glauben, geplant war diese Pause nicht. Aber für mich selbst ist der Juni der härteste Monat von allen. Privat leide ich da sehr, und das kann ich leider nicht abschalten. Zwischen das Leid quetscht sich noch mein Geburtstag, der aber sowieso von allen unbemerkt bleibt, weil er nicht gefeiert wurde, und für mich einer der schlimmsten Tage überhaupt ist. Das ist auch nicht erst seit dem dieser Tag vor vier Jahren der erste war, an dem es bergab ging, ich interessierte bisher kaum bis nie irgendjemand, und so quäl ich mich durch diese Tage. Dazu kommt, dass ich im Moment grad ziemlich viele Probleme habe, und ständig zwischen Nürnberg und Wilhermsdorf pendele. Das kostet mich unendlich viel Kraft, und vor allem wertvolle Zeit. Normal lese ich ja gern im Zug, aber auch das fällt nahezu immer flach, da der Zug oft voll ist mit schreienden Menschen. Da kann ich mich einfach nicht konzentrieren. Beim Lesen ist es bei mir nie still, aber das ist etwas anderes. Das ist Hintergrundfilm, oder gar nur Musik, etwas, was mich nicht vom Lesen abhält. Ich kann komplette Ruhe nicht ertragen, aber dieses Geschreie packe ich nicht. Die letzten Wochen lag ich zudem komplett flach, weil mich die Hitze völlig ausgenockt hat. Ich hab versucht zu lesen, aber ich komm voran wie eine Schnecke. Scheinbar sollte ich besser immer Sommerpausen einlegen. Abermals bitte ich um euer Verständnis, Rezensionen die ich noch offen habe kommen natürlich noch. 😉

Der Gewinner von meinem letzten Beitrag wird auch noch bekannt gegeben.

Aber nun zu meiner aktuellen Lektüre. Im Moment lese ich von Julia Drosten – „Die Schwarze Taube von Siwa„. Bisher lässt es sich sehr gut lesen, und ich genieße es in der Geschichte ein bisschen vom Jetzt abschalten zu können.

[Blog-Tour]: „Suicide – Drei Monate und ein Tag“ von Stefan Lange.

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