[Rezension] Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben von Ronald Reng.

robertenke

(c) Piper

Autor: Ronald Reng
Titel: Robert Enke – Ein allzu kurzes Leben
Originaltitel: Life too short
Reihe: Piper Taschenbuch
Seitenzahl: 432
ISBN: 9783492273169
Preis: 9,99 €
Verlag: Piper
Genre: Biografie
Sprache: deutsch
Übersetzer:
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 01.11.2011
Erstveröffentlichung: 2011

Kurzbeschreibung:

Robert Enke war eine außergewöhnliche Persönlichkeit im deutschen Tor. Mit 20 berufen, für den legendären FC Barcelona zu spielen, war er mit 25 ein vergessenes Talent. Als es schon fast zu spät schien, etablierte er sich doch noch als Weltklassetorwart. Ronald Reng – Journalist, Torwart und ein Freund Robert Enkes – schildert Erfolge und Misserfolge, aber vor allem erzählt er die Geschichte hinter dem öffentlichen Menschen, von seinen Hoffnungen und Schicksalsschlägen. Robert Enkes Selbstmord berührte und erschütterte Deutschland weit über die Welt des Fußballs hinaus.

Leseprobe:

Findet man hier.

Covergestaltung:

Der Coverhintergrund ist weiss, und im Fordergrund sieht man ein freundliches Bild von Robert Enke.

Meine Meinung:

Das Buch, welches Ronald Reng für Robert Enke geschrieben hat, ist absolut berührend.

Da ich selbst schon mit dieser Krankheit mehrfach in Kontakt gekommen bin, kann ich natürlich um so besser nachvollziehen was in Robert Enke all die Jahre vor sich ging. Ich hatte das Gefühl, dass er nie wirklich frei von Depressionen war, auch wenn der Autor so schreibt als hätte er nur 2003 und 2009 eine richtige Depression gehabt. Auch die Jahre zwischendurch hatten immer mal wieder tiefere Täler, die nur nicht ganz so tief waren. Dieses Buch zeigt die bittere Realität, und ich finde es gut, dass nach dem Ableben von Robert Enke doch noch damit an die Öffentlichkeit gegangen wurde. Wer weiss wie viele Menschen sich durch das Leben quälen, die Hilfe bräuchten, und wo keiner etwas merkt? Ich wünsche mir, dass es viel mehr gibt die sich raus wagen aus ihrem Schneckenhaus, allerdings ist und bleibt dieses Thema scheinbar immer noch ein Tabuthema, denn es kommt grad in den Profisportbereichen immer wieder vor, dass die Menschen dem Druck schlicht weg nicht gewachsen sind. Aber auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft, ob arm ob reich, es kann jeden von uns treffen.

Ich finde es bewundernswert wie Teresa Enke all die Jahre ihrem Mann beigestanden hat, und selbst auch immer weiter gekämpft hat, selbst als ihre erste Tochter Lara starb, was Robert vermutlich auch sehr zugesetzt hat.

Mein Fazit:

Ein sehr gut geschriebenes Buch über das Leben des Robert Enke von dem Punkt an als er zum Fussball kam. Selbst für Nichtfussballfans wie mich ist dieses Buch sehr interessant, denn es dient auch zur Aufklärung. Sehr empfehlenswert für alle Interessierten. Für Menschen die grad selbst in einer schweren Depression festhängen würde ich es nicht empfehlen, da das Ende ja bereits bekannt ist, und dies nur zu Nachahmungstaten führen könnte, das ist mit dem Buch nicht gewollt worden.

Meine Bewertung:

5katzenklein

 

 

 

Zum Autor:

ronaldreng

(c) Gunnar Knechtel

 

 

 

 

 

 

Ronald Reng, geboren 1970 in Frankfurt, lebt als Sportreporter und Schriftsteller in Barcelona. Sein Bestseller »Der Traumhüter«, das glänzende Porträt eines unbekannten Torwarts, erreichte über die Fußballgemeinde hinaus eine große literarische Leserschaft. Für Reportagen über Robert Enke wurde er mehrmals mit dem Großen Preis der Deutschen Sportjournalisten ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman »The Funny German«.

Zu kaufen gibt es dieses Buch:

Altersempfehlung:
Erwachsenenliteratur.

Lesezeit:
3 Tage

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