[Rezension] “Das Ende der Unschuld” von Megan Abbott.

Unschuld

Grundinformationen:

Autor: Megan Abbott
Titel: Das Ende der Unschuld
Originaltitel: The End of Everything
Reihe:
Seitenzahl: 288
ISBN: 9783462043907
Preis: 17,99 €
Verlag: KiWi Verlag
Genre: psych. Thriller
Sprache: deutsch
Übersetzer: Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Isabel Bogdan
Einband: gebunden
Erscheinungsdatum: 28.02.2012
Erstveröffentlichung: 2012

 

 

Kurzbeschreibung:
Ein packender psychologischer Thriller über die dunklen Seiten des Erwachsenwerdens
»Das Ende der Unschuld« ist ein atmosphärisch dichter, hochspannender Roman über zwei dreizehnjährige Mädchen, über das Erwachen der Sexualität, über Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, Lügen und Geheimnisse. Eine zutiefst verstörende und verzaubernde Lektüre. Selten hat ein Roman das Drama der Jugend in all seiner Schönheit und Härte so schmerzlich treffend eingefangen.
Die dreizehnjährige Lizzie und ihre Freundin Evie sind unzertrennlich. Nachbarmädchen, die Badeanzüge und Hockeyschläger tauschen, zusammen zur Schule gehen und scheinbar keine Geheimnisse voreinander haben. Doch eines Nachmittags ist Evie verschwunden. Einziger Anhaltspunkt: ein rotbrauner Wagen, den Lizzie morgens durch den Ort hat fahren sehen. Auf einmal steht Lizzie im Zentrum der Aufmerksamkeit: War Evie unglücklich? Hatte sie Sorgen? Hatte sie Lizzie von einem möglichen Verfolger erzählt? Würde sie zu einem Fremden ins Auto steigen?Lizzie versucht sich an Details zu erinnern und beginnt nachzuforschen. Um ihre Freundin zu finden, aber auch weil sie die Nähe von Evies zutiefst erschüttertem Vater sucht, für den sie heimlich schwärmt. Auf nächtlichen Streifzügen durch die Kleinstadt macht Lizzie seltsame Entdeckungen. Schritt für Schritt kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und muss sich fragen, wie gut sie ihre beste Freundin überhaupt kannte.

Leseprobe:
Kann man hier finden.

Covergestaltung:
Auf dem oberen Teil des Covers sieht man ein Mädchen in der Sonne sitzen. Es spiegelt für mich irgendwie Leichtigkeit wieder. Das Cover an sich finde ich schön, finde es aber nicht ganz passend zum vorliegenden Roman.

Meine Meinung:
Das Ende der Unschuld ist in jeglicher Hinsicht das Ende der Unschuld. Der Wechsel auf die Highschool spielt eine Rolle, was ein offizieller Wechsel in einen neuen Lebensabschnitt darstellt. Die Grenze vom unschuldigen Kind zum Erwachsenen wird dargestellt/übertreten.

Das Buch wird aus der Sicht der Lizzie erzählt, es wird immer wieder über ihre Gedankenwelt berichtet, sogar sehr intensiv. Man kann wunderbar die kindliche Naivität, aber dann auch wieder die schon sehr erwachsenen Gedanken erkennen.

Es werden viele Notlügen von Lizzie erfunden, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie versucht alles damit man ihr glaubt, und das sie im Mittelpunkt steht. Ich habe das Gefühl das es in diesem Buch sowieso sehr darum geht, welche der Mädchen nun grad die Tollste ist. Dusty, sowie Evie buhlen um die Aufmerksamkeit ihres Vaters.

Die Familie von Lizzie, und die der Ververs haben den Hauptpart im Buch. Ausserdem geht es aber auch noch um die Familie Shaw.

Es geht um Liebe, aber nicht nur um Verliebtsein, die ersten Schwärmereien und Erfahrungen mit gleich altrigen Jungs, sondern auch um ältere Männer, die so alt sind wie ihre eigenen Väter. Es wirkt als wären die Beschwärmten beinahe etwas „Heiliges“.

Dusty und Evie sind scheinbar ihr ganzes Leben lang Rivalinnen, was in einem Drama endet. Dusty ist die Starke schillernde die auf keinen Fall die Aufmerksamkeit ihres Vaters teilen will mit ihrer kleinen Schwester. Immerhin ist sie es die später mal den Männern die Herzen brechen wird.

Was sehr schmerzhaft mitzuerleben ist, ist, dass keiner so richtig die Wahrheit spricht, das keiner offen mit dem Anderen umgeht, und das selbst die besten Freundinnen Evie und Lizzie sich nicht komplett vertrauen können, da es Sachen gibt, die sie sich gegenseitig verheimlichen, und das scheint auch schon länger der Fall zu sein.

In Lizzies, sowie in Evies Familie wird nicht mit offenen Karten gespielt, weder unter den Erwachsenen noch unter den Kindern. Das lässt erahnen wie es in einer „scheinbar“ glücklichen Familie zu geht, die gar keine ist.
Durch das ganze Buch wird ein roter Faden gesponnen, zu dem mehrere Handlungsstränge gewoben werden. Das Verschwinden von Evie, und es begleitet einen durch das ganze Buch. Es wird gezeigt das erwachsen werden nicht nur schön ist, und das im Leben viele Gefahren auf einen lauern, bei denen man besser gleich genau hinschauen sollte.

Ich fand es sehr sehr interessant das Buch zu lesen, ich war die ganze Zeit „hautnah“ dabei, ich sah die einzelnen Szenen vor meinem inneren Auge, und ich konnte mich super einfühlen. Einziges Manko finde ich das halb offene Ende, das gefällt mir gar nicht, ich hab das Gefühl als hänge ich jetzt in der Luft, und warte darauf wie es weiter gehen könnte, aber auf der anderen Seite ist auch alles gesagt, so spielt das Leben einfach.

Mein Fazit:
Empfehlen möchte ich das Buch nur Menschen die nicht ganz so zartbesaitet sind, es ist sehr aufwühlend, aber sehr spannend. Wer das mag, der ist bei diesem Buch genau richtig. Von mir bekommt das Buch 4 Katzen.

Meine Bewertung:

4katzen

 

 

 

 

Zum Autor:
Megan Abbott, geboren in Detroit, hat bislang sechs Bücher veröffentlicht, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter den Edgar Allan Poe-Award und den Edgar Award, die höchste Auszeichnung für amerikanische Krimiautoren. »Das Ende der Unschuld« ist ihre erste Veröffentlichung auf Deutsch.

meganabbott

Zu kaufen gibt es dieses Buch:
gibt es bei Amazon, oder einem Buchhändler deiner Wahl zu kaufen.

Altersempfehlung:
Ich würde es für junge Erwachsene empfehlen, es soll aber eigentlich schon für Jugendliche sein. Das Thema, welches behandelt wird, ist in meinen Augen aber nicht ganz einfach zu greifen.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Lovelybooks und dem KiWi Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar, und die schöne Leserunde an der ich teilnehmen durfte.

Lesezeit:
ca. 2 Wochen

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