[Rezension] “Der Fall Peggy” von Ina Jung und Christoph Lemmer.

978-3-426-27611-2

Grundinformationen:

Autoren: Ina Jung und Christoph Lemmer
Titel: Der Fall Peggy – Die Geschichte eines Skandals
Originaltitel:
Reihe:
Seitenzahl: 344
ISBN: 9783426276112
Preis: 19,99 €
Verlag: Droemer/Knaur
Genre: Sachbuch
Sprache: deutsch
Übersetzer:
Einband: gebunden
Erscheinungsdatum: 02.05.2013
Erstveröffentlichung: 2013

Kurzbeschreibung:

Die Geschichte eines Skandals

Ein Fall, der das ganze Land bewegt: 2001 verschwand
die 9-jährige Peggy Knobloch aus dem oberfränkischen Lichtenberg spurlos. Der geistig zurückgebliebene Ulvi Kulac wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es gab keine Zeugen, keine DNA, keine Blutspuren, keine konkreten Beweise und vor allem – keine Leiche. Ina Jung und Christoph Lemmer, die über viele Jahre den Fall investigativ recherchiert haben, weisen nun nach, dass die Polizei gezielt auf die Verurteilung von Ulvi Kulac hingearbeitet hat – nicht, weil er der Täter war, sondern damit der Fall endlich zu den Akten gelegt werden kann. Kein Justizirrtum, sondern – schlimmer – ein systematisches Fehlurteil auf Betreiben von Politik und Justiz. Doch es gibt Hoffnung: 2013 wird das Verfahren wieder aufgenommen, auch dank der Recherchen des Autorenduos. Ina Jung und Christoph Lemmer erzählen in diesem Buch den Fall Peggy neu und mit bisher unbekannten Fakten – und decken eine beklemmende Wahrheit auf.

Leseprobe:
Findet man auf der Seite des Verlags.

Covergestaltung:
Auf dem Cover sieht man ein Bild von Peggy, wie es Jahre lang durch die Medien ging, es ist schwarz blau gehalten, und die Schrift von Titel und Autorennamen ist weiß.

Meine Meinung:
Seit dem Verschwinden der kleinen Peggy habe ich mich mit ihrem Fall beschäftigt, immer mal geschaut ob es aktuelle Neuigkeiten gibt, und dann war die Verhandlung gegen Ulvi K., der ein Geständnis abgelegt hatte, und es später widerrufen.

Nach dem Lesen dieses Buches, welches für mich daher zur Pflichtlektüre zählt, wird mir einiges klarer, die Gedanken der beiden Journalisten sind absolut nachvollziehbar. Wieviel Arbeit mag es wohl gekostet haben die Polizeiakten durchgearbeitet zu haben? Wieviel Kraft muss es gekostet haben, die Lichtenberger Bürger nochmal zum Reden zu bringen?

Das Buch ist absolut nachvollziehbar und flüssig geschrieben.

In den Nachrichten wurde bekannt, dass der Verdächtige der Journalisten jetzt noch einmal unter die Luppe genommen wird, zumal er selbst schon angeklagt ist und eine einschlägige Strafe absitzt.

Die Reaktion der Mutter bei Stern-TV war für mich alles andere als nachvollziehbar. Sehr seltsam. Sie will von alledem nichts mitbekommen haben. Das macht mich einfach nur traurig, aber so ist es ja leider mehr als oft. (25.09.2013)

Mein Fazit:
Wen das Schicksal der kleinen Peggy interessiert, und den Fall verfolgt, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

Meine Bewertung:
5katzenklein

 

Zum Autor:

Ina Jung ist Journalistin und Filmautorin beim Bayerischen Fernsehen. Für das Drehbuch zu dem auf dem Fall von Peggy Knobloch basierenden Spielfilm „Das unsichtbare Mädchen“ erhielt sie den Bayerischen Fernsehpreis 2012.

Christoph Lemmer, geboren 1961 in West-Berlin, studierte BWL und arbeitet seit 1980 als Journalist für Printmedien und Hörfunk.

ina_jung_und_christoph_lemmer

Zu kaufen gibt es dieses Buch:

Altersempfehlung:

Erwachsenenliteratur.

Lesezeit:

3 Tage

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