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#fbm13 – Teil 1 – mein erstes Mal Frankfurter Buchmesse.

Immer wenn in den vergangenen Jahren meine Freunde erzählten, dass sie in Frankfurt auf der Buchmesse waren, stieg in mir so eine Traurigkeit hoch, Neid entfachte, aber ändern konnte ich zu diesem Zeitpunkt nichts daran, dass ich immer nur darüber lesen konnte. So verfolgte ich Jahre lang über die Medien immer wieder, was es so zu berichten gab über die Buchmesse schlecht hin. Interessant waren die Berichte, sie machten neugierig, und der Wunsch doch endlich einmal selbst Gast zu sein steigerte sich immer weiter.

Dieses Jahr nun überlegte ich wieder, wie stelle ich es an, wie kann ich die Messe endlich einmal selbst erleben. Fast schon hatte ich mich damit abgefunden, dass es abermals nichts werden wird, da sagte eine Freundin zu mir, dass sie mich doch einfach mitnehmen könnte. Ich muss vielleicht dabei erwähnen, dass sie selbst noch ca. 100 km weiter weg wohnt von Frankfurt als ich, und ich hatte sie vorher noch nie real kennen gelernt. Das Kennenlernen hatte sich bereits ergeben, und so kamen wir auf das Thema “Frankfurter Buchmesse”, sie und ihr Freund erzählten ein bisschen wie dieser Tag bei ihnen immer abläuft, und plötzlich bekam ich eine riesige Panik. Ich bin ja nicht ganz die fitteste, auch wenn ich noch recht jung bin. Ich brauche viel Zeit, viele Pausen, und vor allem Verständnis. Nach dem ersten Treffen mit der Freundin wurde mir ganz flau im Bauch, und ich war mir nicht mehr so sicher, ob ich mit ihnen mitfahren will, auch wenn es eine liebe Geste ist mir anzubieten mich mitzunehmen. Ich überlegte hin und her, was jetzt tun um trotzdem nach Frankfurt zu kommen. Schließlich fragte ich meinen lesefaulen Freund ob er nicht mit mir fahren würde. Tut man aus Liebe nicht manchmal Sachen die einem selbst nicht so zusagen? Ich probierte es, es endete in Tränen, und ich war fix und fertig. Die Katastrophe, die ich mir schon ausgemalt hatte, wurde real. *seufz* Abends schließlich lenkte Stefan, mein Freund ein, und sagte er würde doch mit mir fahren, aber daran konnte ich nicht so recht glauben. Als er es schließlich gefühlte 100 Mal wiederholt hatte schaute ich nach einem Zimmer in der Nähe von Frankfurt, aber das sollte sich ziemlich schwierig gestalten. Ich fand jedoch noch am gleichen Abend was ich suchte, und buchte zu einem super Preis. Außerdem beantragte ich noch einen Presseausweis für Blogger, der auch nach ca. etwas mehr als einer Woche bei mir eintrudelte. Meine Freude darüber war riesig.

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Solch ein Nebel begleitete uns die komplette Hinfahrt, furchtbar.

Los gehen sollte es Samstag Morgen 6 Uhr, so dass wir pünktlich zum Messebeginn gegen 9 Uhr in Frankfurt eintreffen. Zu meiner Freude erfüllte sich dieser Wunsch auch, wir fuhren Punkt 6 Uhr los, Stefan hatte einigermaßen Laune, nur ich nicht mehr geschlafen seit Freitag Abend 18 Uhr. Ich war so hibbelig und aufgeregt, dass ich selbst im Auto während der Fahrt nicht mehr schlafen habe können. Stefan besorgte uns an einer Tankstelle noch leckere Croissants und Vanilleteilchen, sowie große Energytrinks, die waren sowas von nötig! So hatte ich schon mal während der Fahrt meinen ersten Snack, was mich etwas ruhiger machte. Die 200 km fuhren wir ohne Komplikationen, außer einem Pipi-Stopp für Stefan durch, trotz fiesem Nebel.

Gegen 8:30 Uhr waren wir dann im Parkhaus Rebstock, welches scheinbar immer für Messebesucher genutzt wird. Wir wurden eingewiesen, das war erst einmal eine Karussellfahrt nach oben, und dann ein ganzes Stück zu laufen quer durch das Haus. Bevor wir das Parkhaus verließen notierte ich mir unsere Standortkoordinaten, denn auf Auto suchen am Abend hatte ich kein Lust. Am Schalter holte ich mir noch mein kostenloses Parkticket für meinen Presseausweis, und draußen standen auch schon Pendelbusse die uns zum Messegelände brachten bereit. Es konnte also los gehen, die kurze Busfahrt verging wie im Flug, und schon waren wir angekommen. (Ein normales Parkticket hätte 11 € pro Tag gekostet.)

Als Erstes hab ich mir einen Messeplaner geholt, völlige Überforderung, das war es aber schon, als ich meine zwei Tage planen wollte, das änderte sich auch hiermit nicht. Ich wusste, mit Stefan ist Planen nicht so einfach, denn der geht ja nur zu den Ständen, an denen er was kaufen will, (was er ja eh nicht wollte)  ich aber wollte wenn möglich alles sehen, nur wurde mir schnell klar, auch das wird nicht klappen.

Wir passierten den Einlass, ließen unsere Karten abscannen, und gingen als erstes in die Halle wo die internationalen Aussteller ihr zu Hause gefunden hatten, und da wurde mir auch schon schmerzlich bewusst, dass ich meine schöne große Cam vergessen hatte. Zum Mäusemelken, aber zu spät, zu ändern war dieses Missgeschick nicht mehr. Am Eingang der Halle wurde erstmal meine Tasche durchwühlt, *jippie*. Ich muss dazu sagen, das war die einzige Halle wo das gemacht wurde, sind die Veranstalter der Meinung, dass in den anderen Hallen nichts passieren kann? Das war mir irgendwie leicht suspekt.

Was mir nun in der ersten Halle gleich zum Verhängnis wurde, war meine mangelnde Fremdsprachenkenntnis. Ich schaute zwar, aber so richtig verstand ich natürlich nichts, außer die Sachen die in Englisch da standen. Stefan hatte schon das Tempo angezogen, und dann entschied ich für mich erst mal den dotbooks-Stand in Halle 4.1 aufzusuchen. Die Wege dorthin waren sehr gut ausgeschildert, was ich gern positiv hervor heben möchte, allerdings durch die Größe des Gelände riesig! Zwischendurch hat man sogar solche “Fahrbänder” die aussehen von der Art her wie Rolltreppen, und ich war echt verdammt froh, dass es die gab, abends noch mehr als morgens.

Gegen 9:30 Uhr hatten wir den Stand gefunden, die grüne Lampe im Dotbooks-Design wies uns auch auf wunderbare Weise den Weg.

Und dann ging es los, meine riesige Freude wandelte sich innerhalb von Sekunden in Panik und ich wusste gar nicht wie mir geschieht. Während dessen schrieb ich schon eine ganze Zeit mit Sabrina von “Shosatsu, denn wir wollten uns endlich nach langer Zeit des Online-Schreibens auch real kennen lernen. Während dessen lief ich noch eine Runde durch die Halle in dem der dotbooks-Stand war, und noch eine, und noch eine… aber meine Panik wollte einfach nicht verfliegen. Mein Freund, der ja bei mir war, war mir wie üblich in solchen Situationen keine Hilfe, dabei hätte ich mir so sehr gewünscht, dass er einfach sieht was ich brauche, das er mich symbolisch an die Hand nimmt. Aber so ist Stefan nicht, er hat kein Gefühl für solche Situationen, und er Verstand nur Bahnhof, und seine Laune rutschte in den Keller. Katastrophe!!! Schließlich liefen mir die Tränen, und ich wäre am liebsten rausgerannt, setzte mich schließlich aber erstmal, um später einen neuen Anlauf zu nehmen. Kurz vor 10 Uhr machte ich mich wieder auf zu dem Stand, denn um diese Uhrzeit sollte auch das Bloggertreffen sein. Ich wischte mir die Tränen ab, und versuchte einfach “normal” zu sein, und dann waren wir am Stand, und wieder ging nix. Ich dachte ich sterbe. Im gleichen Moment wollte Stefan dann aber für mich fragen wegen dem Treffen, bevor er aber ausreden konnte zupfte ich ihn am Ärmel, das wollte ich nicht, das war mir peinlich, ich dachte nur “Erdboden bitte bitte verschlucke mich augenblicklich”.

Aber stattdessen bemerkte uns Susann vom Dotbooks-Team, und die Dinge nahmen ihren Lauf. Einige Bloggerinnen hatten sich schon im Stand versammelt, und so bat Susann uns einfach hinzu.

Die Runde wurde eröffnet, wir wurden begrüsst, und dann kam es zum Kennenlernen des gesamten Teams. Wir durften Fragen stellen die uns interessierten, und so bildeten sich ein paar Grüppchen die sich um die einzelnen Mitarbeiter scharrten und neugierig und interessiert lauschten. Manche fragten mehr, und manche weniger, ich eher weniger, zumindest bis ich auftaute.

Ich war mit drei weiteren Damen zuerst bei Susann und Sarah, das fiel mir etwas einfacher, da uns Erstere ja schon begrüsst hatte. Als wir dann soweit waren, und die beiden ausgequetscht hatten, baten wir noch um Bilder, was uns auch gewährt wurde. So machte ich die Bilder von den anderen Damen vor der Dotbooks-Bücherwand, vor der auch die meisten ein Bild mit ihren Lieblingskarten (mit Sprüchen und Büchern von Dotbooks) schossen. Bewundert werden können diese in der Facebook Timeline vom Verlag, und zum Dank bekommen alle die mitgemacht haben noch eine Überraschung dafür. Smiley

Stefan machte dann von mir und den Damen Bilder, und ich muss sagen, niemals hätte ich gedacht, dass diese Menschen so nett, so normal, so zugewandt sind. Es war ein wirklich schönes Treffen, und auch die anderen Bloggerinnen waren nett, was mir dann irgendwann die Panik auch wieder nahm.

1380596_689892547695183_896424526_nv.l.n.r.: Sarah Mirschinka, ich, Susann Hochmuth

Zwischenzeitig kam dann auch Sabrina mit ihrer Schwester und ihrem Partner, begrüsste mich gleich, denn schwer zu erkennen war ich ja nicht, und sie auch nicht. Ich weiss nicht wie lang, aber mehr als 5 Minuten werden wir nicht gequatscht haben, und schon war sie wieder verschwunden. Leider gibt es nicht einmal ein Bild mit ihr, was ich sehr sehr schade finde. Stefan fand das alles mit meinen Leuten an diesem WE ein wenig eigenartig, aber um ehrlich zu sein hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass jemand wirklich Zeit hat um sich richtig zu unterhalten. Schade, aber ok, wahrscheinlich einfach der falsche Ort für ein Kennenlernen. Trauriges Smiley

Nun konnte ich mich wieder den Mitarbeitern vom Dotbooks-Verlag zuwenden, denn ich hatte schon eine kleine Weile darauf gewartet, dass der Programmleiter Herr Timothy Sonderhüsken, der mit uns seine Gedanken auf der Facebookseite des Verlages teilt, “frei” wird. Irgendwann setzte ich mich zu der Gruppe die bei ihm war, und lauschte was er so erzählte.

Als er dann fertig war sagte ich Herrn Sondershüsken noch persönlich hallo, mit der Frage, ob er denn wisse wer ich sei. Er überlegte, und ich weiss nicht ob er mich über mein sexy Bild, was ja mehr oder weniger nur Augen zeigt, erkannt hat. *kicher* Ich denke aber mal nicht. Zwinkerndes Smiley Als ich dann aussprach wer ich bin, also die “Katzenfrau”, kam der große “Aha-Effekt”, und die Begrüssung fiel für mich doch ein wenig ungewöhnlich freudig aus, da ich damit nicht gerechnet hatte. Auch der Chefin vom Verlag, Beate Kuckertz, stellte er mich noch persönlich vor, welche auch sehr positiv auf mich reagierte, und plötzlich wussten alle wer ich bin. Das ganze Team freute sich, und ich wusste noch gar nicht so recht wie mir geschah. Ich bekam dann aber noch schnell eine Erklärung, und ich bin wohl dadurch, dass ich öfter auch auf der Seite kommentiere bekannt bei allen. Na immerhin scheine ich nicht negativ aufgefallen zu sein, denn Herr Sondershüsken unterlegte diese Erklärung mit sehr schmeichelhaften Worten, hehe. Ein Echter Charmeur. *kicher* Wir unterhielten uns dann auch noch über einige Dinge, bis wir auch zum Foto knipsen übergingen. Alles ganz freiwillig, und ich musste keinen dazu drängen, ach war das schön, das hat man selten. Zwinkerndes Smiley Als er dann stand, merkte ich erst einmal wie groß der Mann ist, ähm ja, ich meine die Körpergröße. Zwinkerndes Smiley Das gab dann noch ein lustiges Gekicher, weil er sich extra klein machte, aber schimpfte, wehe ich zeige ein Komplettkörperbild von dieser Pose. *lol* Ich wäre zwar eigentlich nie auf diese Idee gekommen, aber solche Verbote sind doch schon sehr verführerisch, denn es sieht wirklich äußerst ulkig aus. Aber ich will mal nicht so sein. Smiley mit geöffnetem Mund

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(Ich muss schon wieder grinsen wenn ich an den Rest des Bildes denke. Zwinkerndes Smiley)

Einige Blogger hatten sich auch schon langsam verabschiedet, sie hatten noch weitere Events geplant, und hatten wohl einen ziemlich straffen Zeitplan. Aber auch Stefan und ich verabschiedeten uns so langsam, aber nicht bevor wir unser Geschenk entgegen nahmen. Was das war? Eine total coole Dotbooks-Print-Stofftasche, mit der kompletten Kartenserie der angesagten Dotbooks-Bücher, eine Wegzehrung zum Naschen, und etwas zu Trinken, sowie einen Dotbooks-Button, den ich die zwei Tage stolz durch die Messe getragen habe! Ich habe mich voll gefreut, dass ich auch etwas bekommen habe, zumal ja nicht klar war wann, und ob ich überhaupt auf der Buchmesse sein kann.

 

– Teil 2 folgt –

[Buchenthüllung] “Duocarns – David & Tervenarius”.

Noch 6 Tage!

Am 16. Oktober erscheint der Folgeband von Pat McCraws Duocarns: „Duocarns – David und Tervenarius“. Drei Wochen lang wurde jeden Samstag ein Stückchen des wundervollen Covers enthüllt. Auch heute gibt es ein Teilstück, das erahnen lässt, was auf ihm zu sehen sein wird. Die romantische Szene wurde erstellt von der jungen Künstlerin Sialyx.

Zum Buch: Es handelt sich bei dieser gefühlvollen Geschichte um die große Liebe des jungen Häusermaklers David zu seinem Freund, den außerirdischen Krieger Tervenarius. Ein Leckerbissen für alle Erotic Fantasy und Gay Romance Freundinnen.

Pat McCraw hat dieses Buch als eigenständige Geschichte geschrieben, angelehnt an die Handlung der vorherigen Bände. Der neue Band ist komplett aus Davids Sicht erzählt. Wie erlebte er die Ankunft der Duocarns? War es für einen Menschen wie ihn überhaupt möglich mit einem Alien klarzukommen?

Lektoriert wurde das Buch von der Textehexe Susanne Pavlovic. Ein guter Grund ihr ein paar Fragen zu stellen:

Frage an Susanne: Lektorat? Was bedeutet das eigentlich?

Susanne: Ein Lektorat ist sozusagen der Große Kundendienst und TÜV für einen Text. Der Text wird auf verschiedenen Ebenen durchgeprüft. Funktioniert die Handlung? Ist sie logisch, ist sie spannend? Sind die Figuren in sich schlüssig und authentisch? Erreicht der Autor sein erklärtes Ziel, zum Beispiel Spannung zu erzeugen oder den Leser emotional zu berühren? Dazu kommt die Überprüfung von Fakten und Logik der Abläufe. Ein Klassiker ist hier die Figur, die einen Kaffee bestellt und einen Tee bezahlt. Auf der Detailebene geht es dann um Sprachliches, Wortwiederholungen, korrekten Satzbau, Tippfehler. In jedem Fall zeigt ein gutes Lektorat dem Autor nicht nur, warum ein Text an dieser oder jener Stelle eine Macke hat, sondern auch, warum und wie man sie beheben kann. Im Idealfall hat der Autor am Ende der Zusammenarbeit nicht nur einen „wasserdichten“ Text, sondern auch ein bisschen dazugelernt. Das ist vor allem bei Autoren spürbar, die am Beginn ihrer Arbeit stehen und noch nach ihrer Stimme, ihrer eigenen Ausdrucksform suchen. Hier kann ein gutes Lektorat auch zeigen, wo die Stärken sind, was einen Autor in seiner schriftstellerischen Leistung von anderen abhebt. Bei Pat ist das zum Beispiel ihre Gabe, kristallklar authentische, lebensechte Figuren zu erschaffen.

Frage an Susanne: Glaubst du, dass ein Lektorat vor einer Veröffentlichung in jedem Fall notwendig ist?

Susanne: In jedem Fall ist eine sehr sorgfältige und kritische Prüfung notwendig. Ich kann meine eigenen Texte lektorieren, als wären es fremde, wenn sie mal zwei oder drei Jahre „in der Schublade“ gelegen haben. Solange aber der der Text noch vertraut ist, der Schaffensprozess noch nicht so lange zurück liegt, ist man betriebsblind und sieht die Fehler einfach nicht. Eine Möglichkeit, den Abstand zum Text künstlich zu erhöhen, ist die 10-Punkte-Methode zum Selbstlektorat von Andreas Eschbach. Die berührt zwar nicht die dranaturgische Seite des Textes – die Figuren können danach immer noch schlaff oder die Handlung unspannend sein – aber stilistisch hat man danach einen ganz guten Durchblick.

Frage an Susanne: Hast du Lieblings-Genres, die du besonders gerne lektorierst?

Susanne: Nein, eigentlich nicht. Ich arbeite nicht im wissenschaftlichen Bereich, das habe ich nicht drauf. Bei Belletristik habe ich keine Vorlieben. Jedes Projekt ist spannend, weil ja auch hinter jedem eine Autorenpersönlichkeit steht – und letztlich arbeite ich ja nicht nur mit Texten, sondern auch mit Menschen.

Frage an Susanne: Ist es möglich, ein Buch vorzubereiten, dass der Lektor nicht mehr so viel Arbeit damit hat?

Susanne: Ja, unbedingt. Das wichtigste ist: nicht die Erstfassung mit der Druckfassung verwechseln Viele Autoren schicken mir ihr Manuskript, kaum dass die Tinte trocken ist. Dabei ist eine Erstfassung immer nur ein Rohentwurf. Wer dem Lektor Zeit sparen will (und damit sich selbst Geld), der überarbeitet sein Manuskript mehrmals bis zur Druckreife. Ordentliches Format hilft auch. Korrekte Zeilenumbrüche zum Beispiel. Banal, aber wahr.

Frage an Susanne: Du schlägst dem Autor Änderungen vor. Bist du beleidigt, wenn er deine Vorschläge nicht annimmt?

Susanne: Nein, um Himmelswillen. Ich bin da völlig leidenschaftsbefreit. Ich arbeite ja nicht für einen Verlag und habe keine Marketingabrteilung im Nacken, die mir mit heißem Atem „Mehr Vampire! Mehr Glitzer! Mehr Romance!“ zuflüstert. Das heißt, der Autor kann frei die Richtung vorgeben, in die sich die Zusammenarbeit entwickelt. Ich zeige dem Autor eine professionelle Sicht auf seinen Text und erkläre ihm, wie er sich dem annähern kann. Ob er es dann tut, ist seine Entscheidung. Wenn Autoren allerdings nicht bereit sind, Änderungen und damit eine Entwicklung zuzulassen, sind sie gut damit beraten, nur ein Korrektorat zu beauftragen. Da mache ich dann nur Tippfehler, Grammatikfehler und Typographisches wie doppelte Leerzeichen raus.

Frage an Susanne: Hast du überhaupt noch Lust zu lesen, wo Lesen doch dein Beruf ist?

Susanne: Ich lektoriere ja nicht nur, sondern schreibe auch, sowohl fiktional als auch im Sachbuchbereich. Von daher ist mein Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich. Außerdem unterscheidet sich das reine Lesen vom Lektorieren doch so erheblich, dass ich auch, wenn ich Zeit habe, entspannt ein Buch lesen kann. Ich bin allerdings gleichzeitig ein Informations-Junkie und muss jede Woche eine dicke Wochenzeitung durchackern. Damit ist oft genug meine „Lesezeit“ abgegolten.

Frage an Susanne: Kannst du ein Buch überhaupt noch unbeschwert genießen, auch wenn du die Fehler darin siehst?

Susanne: Ja. Das fehlerfreie Buch gibt es nicht. Ärgerlich finde ich es nur dann, wenn die Fehler wirklich überhand nehmen. Dann denke ich, der Autor hätte auch Besseres verdient.

Frage an Susanne: Was ist für dich beim Arbeiten unbedingt nötig?

Susanne: Der Rechner, Kaffee und? Noch mehr Kaffee Mein schlafender Hund im Korb neben dem Schreibtisch. Manchmal auch Außenreize, wie man sie in einem Café bekommt. Die gleichzeitige Abwesenheit von Internet schadet auch nichts

Frage an Susanne: Hast du es mal bereut, dich als Lektorin selbständig gemacht zu haben? Und wenn ja, wann war das?

Susanne: Nein, keine Sekunde. Ich mache etwas, worin ich richtig gut bin. Ich kann Autoren helfen, ihren Traum zu leben. Ich arbeite ja nicht nur für gereifte Autoren, die einen letzten Schliff haben wollen, sondern auch für junge Menschen, die vor Ideen überquellen und nicht recht wissen, wie sie die in Form bringen sollen. Zu sehen, wie da ein handfestes Projekt draus wird und schließlich ein schöner, origineller Text, in dem der Autor sich wiederfindet, ist ein unglaubliche schönes Gefühl. Ich bin froh, dass ich für meinen Job keine Vergnügungssteuer zahlen muss.

Frage an Susanne: Du hast eine schwule Liebesgeschichte lektoriert. Wie ist es denn Sexszenen zu bearbeiten? Macht es für dich einen Unterschied zum „Normaltext“?

Susanne: Nein. Auch Sexszenen haben eine Dramaturgie, einen Spannungsbogen und einen Höhepunkt. Nein, nicht was Du denkst – obwohl, auch Smiley
Wichtig ist zu berücksichtigen, in welcher Textumgebung die Sexszene stattfindet. Ist es ein Porno? Dann ist viel Sex – wenig Rahmenhandlung gefragt, und die emotionale Befindlichkeit der Figuren steht im Hintergrund. Ist es Erotic Romance, wie bei David & Tervenarius? Dann will ich sehen, dass der Sex irgendetwas mit ihrer Beziehung macht, er soll nicht losgelöst davon existieren. Er soll die beiden aneinander binden, miteinander versöhnen, oder, in andern Zusammenhängen möglich, voneinander entfremden – irgendeine Wirkung auf die Paarbeziehung haben.

Frage an Susanne: Hast du schon mehrere Gay Romance Bücher lektoriert? Wie findest du David & Tervenarius im Vergleich?

Susanne: Gay Romance hatte ich bisher eine, die aber ganz anders war. Der Fokus lag dabei auf einer Familie, weitläufig gefasst, mit Freunden und Nachbarn, das Ganze war als eine Art Milieustudie angelegt. Die schwule Liebesgeschichte war nur ein Aspekt davon. Es gab auch Sexszenen, aber die waren emotional anders gelagert, weil einer der beiden Beteiligten sein Schwulsein erst neu entdeckte und beide Partner eine problematische Vorgeschichte hatten. Außerdem war dieser Roman von einem Schwulen für ein schwules Publikum geschrieben worden. Ich weiß nicht, ob sich die Beobachtung verallgemeinern lässt, aber für den Leser wurde viel der gegenseitigen Anziehung über Körperliches transportiert – wie sie gekleidet sind, wie trainiert die Körper sind, wie der Schweiß an den Muskeln runterrinnt etc. Der Konflikt innerhalb der Partnerschaft fand eher auf der Sachebene statt. Die liebten sich auch, aber man konnte als Leser nicht so tief in das Gefühl eintauchen. Gerade diese Motive von Geborgenheit und Zusammengehörigkeit, die aus David und Tervenarius so ein starkes Paar machen, waren in dem anderen Roman nur angedeutet. „David und Tervenarius“ ist weicher, emotionaler, und damit sicher auch eher für ein weibliches Publikum interessant. Wir habe auch eine klassiche Rollenverteilung: David versammelt die traditionell weiblichen Züge, Emotionalität, Anschmiegsamkeit, das Achten auf die Harmonie innerhalb der Beziehung. Tervenarius ist der Eroberer, der Macher, der Dominante. Hetero-Leserinnen werden das weniger fremd finden als eine Geschichte, die von Schwulen für Schwule geschrieben wurde.

Die Konzentration der Handlung auf David und Tervenarius fand ich gelungen, weil man als Leser aus dieser engen, romantischen Verstrickung gar nicht auftauchen muss. Und beide Männer dürften dem weiblichen Publikum wirklich gut gefallen Smiley

Vielen Dank für das tolle Interview, Susanne Vielen Dank für das tolle Buch, liebe Pat Smiley

Das dritte Teilstück des Covers:

[Buchmesse] Im Gespräch mit Andreas Eschbach und der Bastei Lübbe Academy auf der FBM.

Ich konnte es kaum fassen, als ich letzte Woche Mittwoch nach Hause kam, war in meinem Briefkasten ein Brief von Bastei Lübbe. Ich habe zwei Karten für die oben genannte Veranstaltung gewonnen, bzw. auch die Eintrittkarten für die FBM. Beworben hab ich mich da gleich als man das konnte, hätte aber doch im Leben nicht damit gerechnet, dass ich da Glück habe. Um so mehr freue ich mich jetzt, dass ich die Möglichkeit habe, daran teilzunehmen. Ich bin so so so happy, und werde jetzt mit Stefan schon Samstag Morgen gegen 6Uhr spätestens los fahren. Außerdem ist die Möglichkeit andere Menschen zu treffen um ein Vielfaches gewachsen, und darüber freue ich mich verdammt doll. Wieviele es nun werden, und ob die Planung so klappt, das werde ich erst hinterher wissen. Ich bin gespannt ob ich erfreut, oder enttäuscht nach Hause fahren werde. Mache mir so einige Gedanken über bestimmte Gelegenheiten. Aber egal ob ich da jetzt wen treffe oder nicht, ich werde viel Freude haben, weil ich Bücher liebe. ♥ Der Einzigste für den es nicht so toll werden wird, wird Stefan sein, und davor hab ich jetzt schon Angst. *seufz*

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[Buchenthüllung] “Duocarns – David & Tervenarius”.

„Von Liebeskummer gequält springt David aus dem Fenster. Er landet in den Armen eines faszinierenden und geheimnisvollen Mannes. Von diesem Augenblick an, beginnt für ihn ein Abenteuer in ein völlig neues Leben, das ihn persönliche und auch räumliche Grenzen überschreiten lässt.

Die Gay-Romanze schildert die Liebesbeziehung von David, einem Häusermakler aus Vancouver, zu seinem Freund, dem außerirdischen Krieger Tervenarius. Dieses Pärchen werden einige Leser bereits aus dem „Duocarns“ Hauptwerk kennen.

„Duocarns – David & Tervenarius“ ist ein eigenständiges Buch. Es zeigt die Details dieser innigen und oftmals auch problematischen Liebe. Wohin wird sie die beiden völlig verschiedenen Männer führen?“

Soweit der Klappentext.

Pat McCraw veröffentlicht dieses Buch am 16.10.2013. Interessant ist daran, dass sie dies in Etappen tut. Während bereits wochenlang Teile der Geschichte auf der Homepage des Elicit Dreams Verlags erschienen sind, wird nun auch das gezeichnete Buchcover erst nach und nach enthüllt.

Pat McCraw hat erstmalig die junge Künstlerin Sialyxz für ihr Cover verpflichtet, die sich auf Yaoi und Zeichnungen attraktiver Männer spezialisiert hat.

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Ein Grund einmal näher bei Sialyxz nachzufragen:

Frage: Dein Pseudonym ist „Sialxyz“. Das ist ungewöhnlich. Wie bist du dazu gekommen?
Sialyxz: Nun, den Namen habe ich mir ehrlichgesagt einfach selbst ausgedacht und gegeben. Demnach hat er auch keine besondere Bedeutung. Das er ein wenig grotesk wirkt war einfach ein „Bonus“? *lach*

Frage: Seit wann zeichnest du?
Sialyxz: Eigentlich schon immer. Mein Vater war auch ein Künstler, so wurde es mit praktisch in die Wiege gelegt. Er hat zu meiner Kindheit auch unheimlich viel gezeichnet und mich damit einfach zum nach- und mitmachen bewegt. Zudem muss ich aber noch sagen, dass ich richtig offensiv und bewusst angefangen habe zu üben, als ich um die 17/18 jahre alt war.

Frage: Gibt es Themen, die du ungern zeichnest?
Sialyxz: Hmm… Ich habe massive Probleme technische Dinge zu malen. Roboter oder Gebäude,.. Perspektiven können auch ziemlich gemein sein. Und da ich so viele Männer zeichne habe ich auch meine Probleme damit, Frauen zu zeichnen.

Frage: Du verdienst mit deinen Bildern und Coverdesign. Zeichnest du auch für Kunden, die sich eigene Charactere ausgedacht haben?
Sialyxz: Definitiv beides. Ich zeichne Kreaturen, eigene Charaktere, Covers… Ich finde es auch immer ziemlich aufregend komplette Designs für Leute zu kreieren, die ihre Charactere noch nie haben malen lassen.

Frage: Glaubst du, dass man Zeichnen lernen kann?
Sialyxz: Man braucht Talent, Ausdauer, liebe für das, was man tut und Training. Ich persönlich glaube, dass man ohne oder mit mäßigem talent irgendwann einfach an seine Grenzen stößt.

Frage: Mit welchen Programmen und Werkzeugen arbeitest du?
Sialyxz: Ich benutze ein Intuos 3 Graphic Tablett und Paint Tool Sai.

Frage: Ist man als Künstler ohne Computer überhaupt noch konkurrenzfähig?
Sialyxz: Ich denke das ist reine Ansichtssache. Es gibt Leute, die das traditionelle Medium beherrschen, wie kein anderes. Wenn ich da allein an Ayami Kojima denke,…oder Yoji Shinkawa,… Alles traditionell!! Die Optionen, die man am PC hat, sind natürlich auch sehr bestechend, wenn man gut damit umgehen kann… Der Trend geht zur Digitalen Kunst, weil es einfach „einfacher“ ist. Beides hat seinen ganz eigenen Charme und kann meisterhaft ausgeführt werden. Ich denke traditionelle Kunst hat vielleicht noch einen kleinen Bonus, da so etwas wie ein „Original“ überhaupt existiert.

Frage: Darf ich fragen wie alt du bist?
Sialyxz: Fast 25 Jahre.

Frage: Was wünschst du dir für die Zukunft?
Sialyxz: Vieles. Ich habe heute noch zu einem Freund gesagt: „Ich denke gar nicht daran, früh zu sterben. Ich will unbedingt wissen, wie meine Kunst in 30 Jahren aussieht!“Zu sehen, wie weit ich es bringen kann, ist sehr interessant. Allerdings sehe ich mich dann schon da sitzen, steinalt, über Dinge meckernd, die ich an meiner Kunst nicht leiden kann! Na ja, solange ich dann dort sitze und berühmt bin, ist alles ok!

Vielen Dank für dieses tolle Interview!

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Am Samstag, 12.10. wird ein weiteres Stück des Buchcovers enthüllt! Stay tuned!

Leseproben von „Duocarns – David & Tervenarius“

*klick*

Die 2. Enthüllung. Wie sieht das Cover jetzt aus?

Es nehmen insgesamt 11 tolle Buch-Blogs an der Enthüllungsaktion teil. Click mal rein bei – teile und twittere um die Aktion und die Blogs zu unterstützen!

http://buntebuecherwelt.blogspot.de/
http://spiegelseelen.blogspot.de/
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http://schwarzetraene.de/buecherschloss/

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http://www.elicit-dreams.de/aktuelles/