[Rezension] „Ich musste sie kaputt machen“ von Stephan Harbort.

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© Ullstein

 

Grundinformationen:

Autor: Stephan Harbort
Titel: Ich musste sie kaputt machen – Anatomie eines Jahrhundert-Mörders
Seitenzahl: 384
ISBN: 978-3548374796
Preis: 9,99 €
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Genre: Biografien
Sprache: deutsch
Einband: Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 11.10.2013
Erstveröffentlichung: 19.02.2004

Kurzbeschreibung:

Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.

Leseprobe:

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Covergestaltung:

Das Cover zeigt ein schwarz-weisses Bild des Joachim Georg Kroll. Der Haupttitel ist in weissen Buchstaben auf rotem Hintergrund geschrieben.

Meine Meinung:

Schon lange wollte ich mir die Bücher von Stephan Harbort zur Hand nehmen, mich interessiert das verquere Denken von Menschen, die in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr willkommen sind.

Der Autor hat sich die Mühe gemacht das Leben des J.G. Kroll aufzuschreiben, zu beleuchten was er von seinem frühsten Leben an mitmachen musste. Das Buch ist in Abschnitte gegliedert, was einen zwischendurch immer mal durchatmen lässt, viel Zeit bleibt allerdings nicht, da es Schlag auf Schlag weiter geht. Bei jedem neuen Mord der bis zum Mord erklärt wird habe ich mich gefragt warum? Ja, der Mann hat viel mitgemacht, war nicht geliebt, aber ist das wirklich die Antwort auf alles? Hätte er nicht vielleicht genauso gehandelt wenn er ein „normaleres“ Leben von klein auf gehabt hätte? Ob damals oder heute, es gibt immer noch Menschen die morden, und ich fürchte das wird nie aufhören. Gut ist, das man mittlerweile viel mehr Mordfälle aufklärt, aber jedes Opfer ist eins zuviel. Das Böse gibt es vermutlich so lange es Menschen gibt, es ist einfach ein Teil von uns, und jeder trägt ihn in sich. Die Frage ist nur, in wie weit lässt man es zu?!

Am Ende fragt der Autor, wie man am besten mit solchen Menschen umgehen sollte. Ich mache mir darüber immer wieder Gedanken, und da ich selbst „Überlebende“ bin, schwingt vielleicht sehr viel Persönlichkeit mit. Wieviele Opfer braucht es, um zu sagen, der Mensch hat seine Würde für alle Zeiten verspielt? Ich bin nicht für Todesstrafe, aber zum Schutz der Allgemeinheit gehört so ein Mensch für mich sein restliches Leben hinter Gitter. Mir ist es egal wie es diesen Tätern damit geht, denn es war ihnen auch egal wie es ihren Opfern geht wenn sie sie töten. Gesetze sind da um sie einzuhalten, und wenn jeder triebgesteuert handeln würde, wäre bald kein friedliches Zusammenleben mehr möglich.

Mein Fazit:

Ein interessanter Einblick in das Leben eines Serienmörders, aber verstehen werde ich solche Menschen sicher trotzdem niemals.

 

Meine Bewertung:

Cover: 5 von 5 Katzen
Klappentext: 5 von 5 Katzen
Inhalt: 3 von 5 Katzen
Preis/Leistung: 5 von 5 Katzen
Insgesamt: 4 Katzen

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Zum Autor:

Stephan Harbort, geboren 1964 in Düsseldorf, ist Kriminalhauptkommissar und Deutschlands bekanntester Serienmord-Experte. Er entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Serienmördern und ist als Fachberater für TV-Beiträge tätig.

Homepage des Autors, dort findet ihr auch mehr über ihn und seine Bücher.

© Stephan Harbort

© Stephan Harbort

 

Zu kaufen gibt es dieses Buch:

Altersempfehlung:

  • Erwachsenenalter, nichts für schwache Nerven

Lesezeit:

1.10.2015 – 05.11.2015

 

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